6 Phasen der Erkältung
So lindern Sie Erkältungsbeschwerden gezielt
Erst kratzt der Hals. Dann ist da dieses „Ich glaube, ich werde krank“-Gefühl. Und am nächsten Morgen klingt die eigene Stimme wie ein kaputtes Radio. Willkommen in der Erkältungssaison. Wenn die Tage kühler werden, verbringen wir mehr Zeit in geschlossenen Räumen – ideale Bedingungen für Viren.
Warum Herbst Erkältungszeit ist
Kälte allein macht nicht krank. Entscheidend sind Viren. Im Herbst und Winter treffen sie auf ideale Bedingungen: trockene Heizungsluft reizt die Schleimhäute, Räume werden seltener gelüftet und Erreger verbreiten sich leichter über Tröpfchen, Aerosole und Hände.
Die 6 Phasen der Erkältung
Der Verlauf einer Erkältung folgt oft einem ähnlichen Muster.
1. Schlapp und müde (Tag 1)
Erkältungsviren sind über eingeatmete Tröpfchen und/oder über die Schleimhäute in den Körper gelangt und suchen Zellen, in denen sie sich vermehren können. Die erste Abwehrlinie auf den Schleimhäuten wird aktiv.
- Ernährungstipp
Vitamin-C-reiche Lebensmittel wie Moosbeeren (6-mal täglich eine Handvoll) oder ein Granatapfel - Geheimrezept
Morgens und nachmittags ein grüner Saft aus Grünkohl, 1 Stängel Zitronengras, Selleriegrün, Petersilie und 6 Tropfen Zedernkernöl
2. Halskratzen, Kopf- und Gelenkschmerzen (Tag 2 + 3)
Die Viren vermehren sich in den Körperzellen und breiten sich weiter aus. Entzündungsbotenstoffe werden ausgeschüttet.
- Ernährungstipp
Tägliche Vitamin-K-Aufnahme durch 50 g Radieschen und 2 EL Weizenkeime - Geheimrezept
Salat für 2 Portionen aus 1 Rote-Bete-Knolle, 2 geraspelten Möhren, 3 EL Leinöl, 1 EL Zitronensaft, 1 TL Honig, Dill, Pfeffer und Salz (30 Minuten ziehen lassen)
3. Voll verschnupft (Tag 4 + 5)
Die Viren reizen die Schleimhäute der oberen Atemwege. Die Nase produziert mehr Sekret, um Erreger auszuspülen. Niesen gehört zu den natürlichen Abwehrreaktionen.
- Ernährungstipp
Tägliche Vitamin-B6-Einnahme durch 1 Handvoll Pistazien und 200 g Blumenkohl - Geheimrezept
3-4 Tassen Holundertee aus je 1 TL fein geschnittenen, mit 150 ml Wasser aufgebrühten Blättern
4. Stimme krächzt, Hals kribbelt, Husten bellt (Tag 6 + 7)
Die Entzündung kann sich in Richtung Hals und Bronchien ausbreiten. Die Schleimhäute schwellen an und bilden Schleim. Husten hilft, die Atemwege von Sekret und Krankheitserregern zu befreien.
- Ernährungstipp
Tägliche Vitamin-B12-Einnahme durch Camembert (100 g) oder Magerquark (300 g) - Geheimtipp
Morgens und abends 2 l Wasser mit 3 Zitronenschalen, 2 EL Koriandersamen und Ingwerscheiben 10 Minuten kochen. Den Dampf 5 Minuten unter einem Handtuch durch die Nase einatmen.
5. Fest sitzender Husten, warme Stirn, Schweiß kalt (Tag 8 + 9)
Die Viren haben sich stark vermehrt und die Beschwerden erreichen ihren Höhepunkt. Müdigkeit, Erschöpfung und manchmal auch Fieber zeigen, dass der Körper viel Energie für die Bekämpfung der Erreger benötigt.
- Ernährungstipp
Tägliches Müsli aus Haferflocken, Birne, Apfel, getrockneten Aprikosen, Datteln, Kiwi, Walnüssen, Honig, Orangensaft, Hafermilch und Hanföl - Geheimrezept
Zwiebel hacken und 5 Minuten stehen lassen, 2 Knoblauchzehen in dünnen Scheiben und mit den Zwiebeln mit 100 ml Wasser übergießen, 20 Minuten ziehen lassen, 1 EL Honig zugeben und stündlich einen Schluck trinken.
6. Erreger weg, Körper repariert sich (Tag 10)
Die meisten Viren sind inzwischen beseitigt. Der Körper repariert Schleimhäute und Gewebe. Die Beschwerden lassen nach, auch wenn Husten oder Müdigkeit noch anhalten können.
- Ernährungstipp
Tägliche Vitamin-C-Aufnahme durch 1 Glas Sanddorn gemischt mit Bio-Hagebutten-Saft sowie 5 Gabeln Sauerkraut - Geheimrezept
1 Avocado und 1 Knoblauchzehe zerdrücken, 2 Tomaten vierteln und würfeln. 2 TL gepresster Limettensaft mit 150 g Joghurt, Salz, Cayennepfeffer und 2 TL Ingwer vermengen.
„Im Laufe des Lebens macht ein Mensch durchschnittlich 200 bis 300 Erkältungen durch – insgesamt rund 3 Jahre mit Schnupfen, Husten und Halsschmerz.“
Dos & Don’ts bei Erkältungen
Dos:
- Viel trinken, besonders Wasser oder Tee (z. B. mit Ingwer)
- Natürliche Vitamine und Nährstoffe durch Obst oder Gemüse
- Ausreichend Schlaf
- In die Armbeuge husten oder niesen
- Regelmäßiges Händewaschen
Don’ts:
- Sport, körperliche Anstrengung oder Stress
- Saunieren oder Erkältungsbad
- Antibiotika oder häufiger Gebrauch von Nasenspray
- Keine schweren oder fettigen Mahlzeiten
- Kräftiges Schnäuzen (Hochziehen vermeidet Druck in der Nasenhöhle)
Was schützt im Alltag?
Der beste Schutz vor Erkältungen ist regelmäßiges Händewaschen, ausreichend Schlaf, Bewegung an der frischen Luft und eine ausgewogene Ernährung.
Wann zum Arzt?
Ärztlicher Rat ist sinnvoll, wenn hohes Fieber, Atemnot, starke Schmerzen oder Beschwerden über mehr als 7 bis 10 Tage auftreten. Das gilt besonders für Säuglinge, ältere Menschen, Schwangere und Personen mit chronischen Erkrankungen.
Veröffentlicht: 31.08.2026 - Aktualisiert: 24.09.2026