Gestatten? Doktor ... Google

Macht Selbstdiagnose im Web Sinn?

Wenn gesundheitliche Beschwerden auftreten, ist es nur natürlich, dass man möglichst schnell wissen möchte, was jetzt hinter den Symptomen steckt. Vor allem in den vergangenen Jahren haben auch deshalb immer mehr Informationen über Gesundheit und Krankheiten den Weg ins Netz gefunden: Fach-Websites, Wikipedia oder Patientenforen.

Auf die Situation kommt es an

Doch eben einmal im Internet zu suchen, ist nicht unbedingt der richtige Weg. Wer nämlich dazu neigt, alle möglichen im Netz beschriebenen Symptome bei sich wiederzufinden, dem tut es nicht gut, ungefiltert Suchergebnisse auf sich einprallen zu lassen. Erst wenn ein Arzt sicher und gezielt die Ursache diagnostiziert, ist es ratsam, sich weiter zu informieren.

Die Internet-Recherche ohne klare Diagnose kann allerdings Sinn machen, wenn der Arzt die Symptomatik nicht einordnen kann. In diesem Fall könnte sie auf eine seltene Erkrankung hinweisen. Ebenfalls sinnvoll kann eine „Dr. Google-Suche“ sein, wenn vergleichsweise harmlose Ursachen bekannt sind und Mittel gegen die Symptome gesucht werden – beispielsweise bei Verstauchungen, einer leichten Erkältung oder Insektenstichen.

Surftipp

Falls Sie jetzt vor der Frage stehen: „Wo kann ich mich nach einer ärztlichen Diagnose zuverlässig informieren“, haben wir folgenden Surftipp für Sie:

www.gesund.bund.de

Auf dieser Website finden Sie fachlich geprüfte Informationen zu Krankheiten, ICD-Codes und zu Vorsorge- und Pflegethemen. Im Zweifel ist die allerbeste Anlaufstelle aber immer noch Ihr Hausarzt.

Veröffentlicht: 27.10.2021 - Aktualisiert: 10.06.2022